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Dr. Peter Feldens

Peter Feldens
© Rövensthal
Adresse:
Leibniz-Institut für Ostseeforschung
Seestrasse 15
D-18119 Rostock
Telefon:
+49 381 5197 318
Fax:
+49 381 5197 440
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Expertise

Ich erforsche den Meeresboden und den flachen Untergrund mit hydroakustischen und geologischen Methoden. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht die Frage, wie natürliche und menschliche Prozesse marine Lebensräume prägen und wie sich diese Veränderungen mit akustischen Fernerkundungsmethoden sichtbar machen und überwachen lassen. Diese Methoden lassen sich auf Schiffen verschiedener Größe - vom batteriebetriebenen Schlauchboot bis hin zum großen Forschunggschiff - einsetzen.

In diesem Zusammenhang entwickle ich verbesserte Methoden zur Kartierung und Klassifizierung von Meeresbodenhabitaten. Dazu gehört die Analyse der multifrequenten Rückstreuung von Fächerecholoten und Seitensichtsonaren, die Sedimentklassifikation sowie der Einsatz von Deep Learning zur automatisierten Erkennung geologischer und biologischer Merkmale in akustischen Daten. Aktuell bin ich an der physischen Auswirkungen der Grundschleppnetzfischerei auf sedimentäre Systeme der Ostsee interessiert. Mithilfe wiederholter hochauflösender Vermessungen, neuronaler Netze zur Erkennung von Trawlspuren und Sedimentkernanalysen wird quantifiziert, wie die Schleppnetzfischerei die Morphologie, die Sedimentdynamik und die Kohlenstoffkreisläufe des Meeresbodens verändert. Im Bereich der Paläogeographie kombiniere ich seismische Stratigraphie mit sedimentologischen Daten, um die spätpleistozäne und holozäne Entwicklung von Randmeeren, insbesondere der Ostsee, zu rekonstruieren.

Meine aktuelle Forschung ist in mehrere Verbundprojekte am IOW eingebettet. Im Projekt SEASCAPE untersuchen wir untergegangene steinzeitliche Landschaften in der westlichen Ostsee. In den Projekten MGF und KOFI kartieren wir die Verbreitung und Regeneration von Schleppnetzspuren in den Ostseebecken und entwickeln KI-gestützte Monitoring-Verfahren. Im Projekt KOMSO setzen wir Deep-Learning-Ansätze ein, um Methan im flachen Untergrund der deutschen Ostsee aus Sedimentecholotdaten zu detektieren und erste Ansätze für ein Monitoring zu entwickeln. Über die Ostsee hinaus habe ich in der Vergangenheit verschiedenen marinen Regionen geforscht, darunter das Rote Meer, der Agadir-Canyon (Nordwestafrika), patagonische Fjorde, die Andamanensee und die Kanarischen Inseln.